Formenlauf - Hyong

Die Hyong steht im traditionellen Taekwon-Do, so wie der Formenlauf in fast jedem Kampfsport, für die Auseinandersetzung mit einem oder mehreren imaginären Gegnern. Dabei werden speziell Gedächtnis, Koordination, Atmung und Fitness geschult. Vergleichbar mit einem Tanz, bei dem man sich mit dem eigenen Gefühl zur Melodie und dem Rhythmus bewegt, besteht eine Hyong aus vorgeschriebenen Reihenfolgen von Abwehr und Angriffstechniken, in deren Darstellung und Interpretation sich die Persönlichkeit des Ausführenden widerspiegelt.

Fließt die eigene Energie, fließt auch die Form. Sind die Techniken kraftlos und abgehackt kann auch die Energie nicht fließen. Die Energie, das Ki (auch bekannt als Chi), kann nur fließen wenn der Körper in Bewegung bleibt. Im Kampf bedeutet ein bewegungsloses Ziel ein leichtes Ziel. Nur wer sich selbst stetig kontrolliert bewegt kann die Situation kontrollieren.

Eine Hyong sollte dabei so aktiv und impulsiv gelaufen werden wie in der realen Konfrontation mit einem Gegner. Das Ziel des Formenlaufs besteht im verstehen und üben der Taekwon-Do eignen Techniken und deren Einsatzmöglichkeiten, dem finden von Gleichgewicht, Rhythmus und richtiger Atemtechnik. Genau ausgeführt endet eine Hyong immer an der Stelle an der sie angefangen hat. In jedem Lauf der Hyong wird versucht Technik, Bewegung und Dynamik zu verbessern. Eine Hyong ist auch mit Fehlern immer dann schön wenn sich die ehrliche Absicht des ausführenden darin erkennen lässt.

Der Schwierigkeitsgrad einer Hyong nimmt mit dem Gürtelgrad stetig zu und fördert so größere Einsicht und tieferes Einfühlen in das Taekwon-Do. Im traditionellen Taekwon-Do gibt es insgesamt 20 verschiedene Hyongs, deren Namensgebung und Schrittmuster die Geschichte und Persönlichkeit Koreas wiedergeben.

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